Wenn alltägliche Aufgaben im Alter mehr Kraft kosten oder die Betreuung durch Angehörige an ihre Grenzen stößt, kann eine Seniorenresidenz eine sinnvolle Entlastung sein und Sicherheit geben.
Wir von Pro Seniore wissen, dass gute Pflege viele Seiten hat. Neben Gesundheit und Sicherheit ist es vor allem die menschliche Nähe, die den Unterschied macht.
Wir sind für Sie da, hören zu und begleiten Sie dabei, auch mit Pflegebedarf ein erfülltes und möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Bei uns fühlen Sie sich geborgen.
Unsere Pflegeformen
Neben Langzeitpflege bieten wir in unseren Residenzen auch andere Pflegeformen an,
zum Beispiel Kurzzeit-, Verhinderungs- und Vitalpflege, oder Spezialpflege für Menschen mit Demenz oder Behinderung. Mehr über unser Angebot
erfahren Sie hier:
Welche Pflegeform eignet sich für meine Eltern am besten? Sind die Mitarbeiter für die spezielle Pflege, die ich benötige, ausgebildet? Wie kann ich den Pflegeplatz eines Angehörigen finanzieren? Wir haben für Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt.
Wir helfen Ihnen dabei, ein erfülltes Leben zu führen – auch mit Pflegebedarf. Dazu gehört auch, dass es bei Pro Seniore immer etwas zu erleben und zu erfahren gibt. All unsere Residenzen bieten für die Senioren ein abwechslungsreiches Programm – etwa jahreszeitliche Feste, spannende Vorträge, Ausflüge und besondere Veranstaltungen. Wir tun nämlich alles dafür, dass für unsere Bewohner jeder Tag zu etwas Besonderem wird.
Gutes Essen aus der hauseigenen Küche
Wie sagt man so schön: Gutes Essen ist Balsam für die Seele. Darum legen wir auf eine gute Küche auch sehr viel wert. Die Vollverpflegung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen ist in unseren Pflegebereichen inklusive. Bei Bedarf servieren wir außerdem auch Zwischen- und Nachtmahlzeiten. Natürlich berücksichtigen wir dabei auch Ihre Essenwünsche und individuellen Bedürfnisse: Sie mögen lieber vegetarische Kost oder benötigen Diät- oder Schonkost? Kein Problem! In unseren Häusern ist wirklich für jeden etwas dabei.
Wir beraten Sie gerne persönlich.
Wenn die Frage nach einem Einzug in eine Seniorenresidenz näher rückt, tauchen oft viele Gedanken und Fragen auf. Wie geht es weiter? Welche Möglichkeiten gibt es? Und was passt wirklich zur eigenen Situation?
In solchen Momenten ist es gut, jemanden an der Seite zu haben, der sich auskennt – und der sich Zeit nimmt.
Wir wissen, dass diese Phase für Angehörige wie Betroffene gleichermaßen bewegend sein kann. Deshalb begleiten wir Sie mit viel Einfühlungsvermögen und klarer Orientierung. Unsere speziell geschulten Residenzberatungen stehen Ihnen vor Ort zur Seite – mit fachlichem Wissen zu Pflegegraden, Zuschüssen und Formalitäten, aber auch mit einem offenen Ohr für alles, was darüber hinaus wichtig ist.
Gemeinsam schauen wir auf Ihre individuelle Situation, klären Fragen und entwickeln Lösungen, die sich richtig anfühlen. Schritt für Schritt. In Ihrem Tempo.
So entsteht Sicherheit – und das gute Gefühl, die richtige Entscheidung zu treffen.
Sie möchten einen Beratungstermin vereinbaren oder haben eine allgemeine Frage zur Pflege bei Pro Seniore? Dann rufen Sie uns an unter:
01801 848586
3,9 ct/Min. a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 ct/Min.
Unsere Pflegeformen
So unterschiedlich Menschen sind, so individuell ist auch ihre Pflegesituation. Neben Langzeitpflege bieten wir in unseren Residenzen daher auch weitere Pflegeformen an. Mehr über unser Angebot bei Pro Seniore erfahren Sie hier.
Langzeitpflege
Wenn man im Alltag dauerhaft auf Unterstützung angewiesen ist und die Pflege zu Hause an ihre Grenzen stößt, ist der Schritt, in eine Seniorenresidenz zu gehen, eine tragende Alternative – für Betroffene ebenso wie für ihre Angehörigen.
Unabhängig vom Pflegegrad sind Sie in der Langzeitpflege bei Pro Seniore bestens aufgehoben. Unsere qualifizierten Pflege- und Betreuungskräfte begleiten Sie professionell und mit viel Einfühlungsvermögen. Gemeinsam mit erfahrenen Ärzten und Therapeuten schaffen wir die Voraussetzungen für ein sicheres, würdevolles und erfülltes Leben im Alter.
In unseren Residenzen leben Senioren in einer herzlichen Gemeinschaft, in der Unterstützung jederzeit da ist – und gleichzeitig die Eigenständigkeit gefördert wird.
Kurzzeit- und Verhinderungspflege – auch vorübergehend in guten Händen
Manchmal braucht es einfach eine verlässliche Lösung auf Zeit – etwa wenn pflegende Angehörige Urlaub machen, eine Auszeit benötigen oder eine vorübergehende Entlastung gefragt ist. In solchen Situationen bietet die Kurzzeitpflege einen geschützten Rahmen mit professioneller Betreuung rund um die Uhr.
Während Ihres Aufenthalts kümmern wir uns aufmerksam und fachkundig um Sie – mit individuell abgestimmten Maßnahmen, die sich an Ihrer persönlichen Situation orientieren und Ihr Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellen.
Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 – 5 haben pro Kalenderjahr ein Anrecht auf bis zu 8 Wochen Kurzzeitpflege und / oder Verhinderungspflege. Hierfür steht ein gemeinsames Entlastungsbudget von max. 3.539 Euro zur Verfügung. Die Leistungen können in mehrere Zeitabschnitte aufgeteilt werden, ebenso kann das Budget flexibel für beide Leistungen genutzt werden.
Vitalpflege – mehr Zeit zum Regenerieren
Nach einer Krankheit oder einem Unfall besteht oft ein erhöhter Bedarf an medizinischer Betreuung oder rehabilitativen Maßnahmen, der über den Aufenthalt im Krankenhaus oder in der Reha hinausgehen.
Mit unserer aktivierenden Vitalpflege unterstützen wir Sie dabei, verloren gegangene Fähigkeiten soweit wie möglich wiederzuerlangen und vorhandene Ressourcen zu stärken. Ziel ist es, Ihnen den Weg zurück in Ihr vertrautes Zuhause bestmöglich zu erleichtern.
Gemeinsam mit Ihnen erstellen wir einen individuellen Maßnahmenplan, der sich an Ihren persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen orientiert. Unsere Vitalpflege kann unter bestimmten Voraussetzungen auch von den Pflegekassen gefördert werden.
Pflege bei Demenz – Sicherheit und Orientierung
Die Pflege von Menschen mit Demenz erfordert ein besonderes Maß an Verständnis, Geduld und fachlicher Kompetenz. Wichtig ist ein geschütztes Umfeld, das Sicherheit vermittelt und gleichzeitig Orientierung bietet.
Unsere erfahrenen Pflegekräfte gehen einfühlsam auf die individuellen Bedürfnisse ein. Strukturierte Tagesabläufe, gezielte Aktivierungen und ein wertschätzender Umgang helfen dabei, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und das Wohlbefinden zu stärken.
Durch individuelle Therapieansätze, Gedächtnisübungen, Bewegungsangebote und Sinnesanregungen unterstützen wir die Bewohner dabei, sich möglichst gut im Alltag zurechtzufinden – in einem Umfeld, das ihnen Sicherheit und Geborgenheit gibt.
Sie möchten einen Beratungstermin vereinbaren oder haben eine allgemeine Frage zur Pflege bei Pro Seniore? Dann rufen Sie uns an unter:
01801 848586
3,9 ct/Min. a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 ct/Min.
Mit einem Lächeln im Gesicht empfängt uns Elfriede Dill. Die gebürtige Berlinerin, der das charakteristisch berlinerische ‚Ick‘ immer noch manchmal über die Lippen huscht, kam einst der Liebe wegen ins schöne Bayern. „Ich habe damals meinen Mann im Urlaub in Langenargen kennengelernt“, erzählt sie. Jetzt lebt sie in unserer Pro Seniore Residenz Bissingen.
Frau Dill hat sich auf den heutigen Interview-Termin gefreut. Mit einem wachen Blick beginnt sie zu erzählen: von ihrem Sohn, ihrer Tochter und ihrer Scheidung nach 16 Ehejahren. Da war sie auf sich allein gestellt mit zwei Kindern. „Aber das hat schon gut funktioniert. Ich arbeitete ja bei Siemens im Labor und hatte daran viel Spaß.“ Genau genommen ist die jung gebliebene Seniorin noch in der Kurzzeitpflege zu Gast. „Demnächst werde ich aber unterschreiben, dass ich hierbleibe.“ Auf die Frage, was sie dazu bewogen habe, antwortet sie: „Wissen Sie, ick finde es hier wirklich schön. Vorher hatte ich ja eine größere Wohnung in Krumbach. Doch zu Hause bin ich immer wieder gefallen, das ging wirklich nicht mehr. Mein Knie tut mir heute noch manchmal weh. Hier fühle ich mich sicher.“
Abwechslungsreiche Tage
Frau Dill hat sich schon sehr gut eingelebt: „Mir gefällt es in dieser Residenz einfach gut. Ich kann zwar noch viele Dinge selber machen, habe aber immer Hilfe, wenn ich Hilfe brauche. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Die Stimmung ist auch sehr gut. Ich wohne in einem Zweibettzimmer mit einer netten Dame. Wir passen uns da an. Die Umstellung war natürlich am Anfang schon da, aber man lebt sich so schnell ein. Die letzte Zeit war ich in meiner Wohnung nicht mehr so wendig, war auch auf einen Sozialdienst angewiesen. Und wenn der mal nicht kam, stand ich da. Dann rief meine Tochter hier an und wir waren sofort begeistert, weil uns alles so gut erklärt wurde.“ Obwohl Frau Dill erst drei Wochen in der Residenz wohnt, hat sie bereits Anschluss gefunden: „Wir sitzen ja regelmäßig bei den Mahlzeiten zusammen, da kommt man schon ins Gespräch und kann sich unterhalten. Vielleicht spielen wir demnächst ja mal eine Runde ‚Mensch ärgere Dich nicht‘.“
Man sieht Frau Dill an, dass sie sich hier wohlfühlt. „Ich starte morgens mit einem leckeren Frühstück in den Tag. Dann esse ich beispielsweise eine Körner-Semmel. Auch meine Tochter wohnt ganz in der Nähe und kommt mich regelmäßig besuchen. Früher habe ich viel Handarbeit gemacht und gestrickt. Auch ein eigenes Auto hatte ich und bin mit meinen zwei Kindern überall hingefahren. Mein Sohn Peter ist aber leider schon verstorben“, erklärt sie.
Doch die taffe Frau hat trotz der Schicksalsschläge ihre Lebensfreude wiedergefunden: „Hier nehme ich gerne am Beschäftigungsangebot teil. Heute beispielsweise haben wir mit Klangschalen musiziert. Das war sehr beruhigend. Ich gehe samstags und sonntags auch gerne in den Gottesdienst. Ab und zu ziehe ich mich dann auch mal gerne zurück – das kann ich machen, wann immer ich will.“ Fest steht: Mit ihrer offenen und herzlichen Art wird Frau Dill hier noch viele Freundschaften schließen.
Herzlichen Dank für das nette Gespräch, liebe Frau Dill.
Als wir das große, freundliche Doppelzimmer von Gertrud Döhring betreten, staunen wir nicht nur über das schöne Zimmer, sondern auch über die zahlreichen, handgefertigten Strickwaren, die sie uns stolz präsentiert. Was die gebürtige Nürnbergerin zum Einzug in die Residenz bewegt hat und wie es ihr in ihrem jetzigen Zuhause gefällt, erzählt sie uns im Interview.
„Ich bin zu Hause einfach zusammengesackt. Ich weiß nicht wieso, aber ich bin im Flur gelegen und hatte die Kraft nicht mehr, alleine aufzustehen. Ich habe mir nichts getan, und zum Glück hatte meine Tochter mir so einen Notfallknopf besorgt, da habe ich draufgeklickt und dann ist jemand gekommen.“ Bewohnerin Gertrud Döhring erzählt uns im Interview, wie es dazu kam, dass sie in die Pro Seniore Residenz Nürnberg eingezogen ist. Zwei Mal klappte sie zu Hause zusammen und konnte nicht mehr alleine aufstehen. Das reichte ihr – die Entscheidung war getroffen: „Ich hab zu meiner Tochter gesagt: ‚Such mir irgendwo ein Heim‘. Ich habe im zweiten Stock ohne Aufzug gelebt, ich wäre die Treppe nicht mehr hoch und runter gekommen und wäre ganz allein gewesen. Ich lag im Krankenhaus und habe gesagt: Ich geh nimmer heim.“ Ihre Tochter suchte nach einem Platz und wurde direkt in der Heimatstadt in der Pro Seniore Residenz Nürnberg fündig.
Bewegtes Leben
Gertrud Döhring ist waschechte Nürnbergerin. Sie wurde 1931 in Nürnberg geboren, ist in den Kriegsjahren aufgewachsen und hat zeit ihres Lebens in der Stadt oder der Umgebung gewohnt. Nach einer Lehre zur Konditoreifachverkäuferin sattelte sie um zur Büro- genauer Computerarbeit. Bis zum Renteneintritt war sie in der KFZ-Zulassungsstelle der Stadt Nürnberg beschäftigt. „Das hat mir dort sehr gut gefallen. Und ich hab dadurch eine Zusatzversorgung. So geht’s mir halt ein bisschen besser“, erzählt sie. Verheiratet war Gertrud Döhring zwei Mal, fügt lachend hinzu: „auch zweimal geschieden“. Sie hat eine Tochter, die in der Nähe wohnt und zu der sie einen guten Kontakt pflegt. „Vorhin hab ich eine Stunde mit ihr telefoniert“, verkündet sie strahlend. Außerdem berichtet sie stolz von ihrem Enkel und Urenkel.
Leben in der Residenz
Der rüstigen Seniorin gefällt es gut in der Residenz: „Ich mein, es ist ein Pflegeheim, da muss man sich mit abfinden. Aber ich hab noch nie ein böses Wort gehört. Es sind alle lieb und nett.“ Als es mit einer Zimmernachbarin aufgrund deren psychischer Erkrankungen nicht gepasst hat, hat die Residenzleitung sofort reagiert und ihr ein anderes Zimmer gegeben. Residenzberaterin Jelena-Sharin Osterhorn erklärt: „Wir sind ja immer sehr bemüht, zu schauen, dass die Chemie stimmt, und auch schnell zu helfen.“ Gertrud Döhring ergänzt: „Ja, das ging ruck zuck. Ich habe gesagt, meine letzten Jahre möchte ich in Ruhe leben.“ Das Zimmer, in dem sie nun wohnt, gefällt ihr sehr gut. Es ist hell und gleichzeitig nicht zu warm.
Besonders begeistert ist Gertrud Döhring vom großen Freizeitprogramm der Residenz: „Wir gehen jetzt auf die Kirchweih, da gehe ich mit. Unsere Ausflüge – das ist Abwechslung, die wunderschön ist. Es wird zum Beispiel Gymnastik und Yoga gemacht. Es wäre ungerecht, wenn man da unzufrieden wäre.“ Ihr großes Hobby ist das Stricken. Damit beschäftigt sie sich täglich, strickt für die Enkelkinder anderer Bewohner und verteilt ihre kleinen Kunstwerke im Haus. Dazu zählen Taschen, Stirnbänder, Pullover und Pullunder, mehrere Schulbladen ihres Zimmers sind gefüllt. Die Tochter bringt immer Nachschub an Wolle. Gertrud Döhring erklärt: „Da schau ich Fernsehen dazu und dann vergeht der Tag schnell. Ich muss auch sagen, der Tag vergeht hier sowieso schnell. Wir hatten ein wunderschönes Sommerfest, Hochachtung vor allen, die haben sich so viel Mühe gegeben. Wirklich, war das schön – und das sagt auch jeder!
Ihrer Ansicht nach, muss niemand Angst vor einem Umzug in eine Senioreneinrichtung haben – ganz im Gegenteil: „Zu Hause wäre ich alleine, hier, wenn ich aus dem Bett falle, drücke ich auf einen Knopf, fünf Minuten später steht jemand an meinem Bett. In meiner Wohnung habe ich im Flur gelegen und eine halbe Stunde gewartet bis irgendjemand kam.“ Sie schätzt das Gefühl von Sicherheit „und man muss sich eingestehen: Es geht halt einfach nicht mehr so.“ Es ist schön zu sehen, wie vergnügt und zufrieden Gertrud Döhring ist.
Wir lachen viel zusammen, und das macht das Leben hier noch schöner.
Gemeinschaft und Zusammenhalt sind vor allem im Alter wichtig. Das erleben wir bei dem Treffen der beiden gut gelaunten Damen, Frau Hellmann und Frau Feig, in ihrem gemütlichen Doppel-Pflegezimmer in unserer Pro Seniore Residenz Radolfzell. Tatsächlich haben sich die Frauen erst hier in der Residenz kennengelernt – und strahlen eine innige Vertrautheit aus, die unser Herz erwärmt.
Das Doppelzimmer-Konzept beweist, dass ein Leben zu zweit viele Vorteile bietet, wie uns Frau Hellmann wissen lässt. „Es ist schön, jemanden an meiner Seite zu haben. Wir machen vieles zusammen“, erzählt Frau Hellmann. Frau Feig ergänzt mit einem Lächeln: „Wir unterstützen uns gegenseitig. Wenn eine von uns etwas vergisst, erinnert die andere daran.“
Ein neues Kapitel zu zweit
Abends haben die beiden ein Ritual, das ihnen Ruhe und Geborgenheit schenkt. „Jeden Abend singen wir zusammen ein Lied – das hilft uns beim Einschlummern.“ Das Leben im Doppelzimmer hat für beide Damen einen besonderen Mehrwert. „Man ist nicht allein und kann immer jemanden zum Reden finden. Das ist wirklich schön, denn egal wie es mir geht, mit Frau Hellmann bekomme ich gleich gute Laune. Sie findet immer die richtigen Worte“, betont Frau Feig. Für viele Senioren, die den Schritt in eine Residenz machen, bringt das Leben
im Doppelzimmer auch eine große emotionale Entlastung mit sich.
Verlässliche Unterstützung im Alltag
Die Pflegekräfte der Residenz stehen den beiden Frauen in allen Belangen des täglichen Lebens zu Seite. Frau Feig ist dankbar für die Unterstützung und lobt die gute Betreuung: „Ich kann nicht mehr Radfahren oder Stricken, aber die Mitarbeiter sind immer da, wenn ich sie brauche.“ Auch Frau Hellmann fühlt sich gut aufgehoben. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Haus. Vor allem die Kollegialität hier ist toll. Manchmal fehlen mir die Zwistigkeiten“, sagt sie mit einem Schmunzeln.
Ein Zuhause, das verbindet
Neben der guten Betreuung ist den beiden Damen auch die persönliche Gestaltung ihres Zimmers wichtig, um sich ganz zu Hause zu fühlen. Frau Hellmann zeigt stolz auf ihren Stuhl, den ihre Mutter ihr zur Hochzeit geschenkt hat: „Der Stuhl erinnert mich an viele glückliche Zeiten, und es ist schön, dass ich solche Erinnerungsstücke hierher mitnehmen konnte“, erzählt
Frau Hellmann. Für Frau Feig ist es wichtig, dass die Bettwäsche regelmäßig von ihren Angehörigen gebracht wird: „Das ist meine eigene Bettwäsche von zu Hause. Es macht das Bett viel gemütlicher und erinnert mich an Zuhause“, erzählt sie
Gemeinsame Zeit, gemeinsame Hobbys
Gemeinsam genießen die beiden Damen auch intellektuelle Herausforderungen. „Kreuzworträtsel lösen wir gerne zusammen. Wenn ich etwas nicht weiß, unterstützt mich Frau Feig“, erzählt Frau Hellmann. Beiden Frauen sehen das Leben im Doppelzimmer als eine Bereicherung. „Wir lachen viel zusammen, und das macht das Leben hier noch schöner.“
Ich habe mich hier schnell eingelebt, wurde gut aufgenommen.
Als wir Hermann Kleiser in seinem großen, freundlichen Doppelzimmer antreffen, fällt uns sofort auf, dass er Leckerlis für die Katze bereitstehen hat, die im Pro Seniore Schloss Friedenweiler eine Art zweites Zuhause gefunden hat. Wie er uns erzählt, freut er sich immer sehr, wenn sie ihn besucht und sich ihre Streicheleinheiten einfordert. Genauso wie sie fühlt er sich hier rundum wohl, vor allem dank der idyllischen Lage des Schlosses.
Herr Kleiser schätzt die ruhige, schöne Umgebung
Nachdem seine Frau nach einem schlimmen Sturz im gemeinsamen Haus am Kopf operiert werden musste, wurde sie hierher verlegt. Zuvor hatte Hermann Kleiser seine Frau nach einem Herzstillstand 30 Jahre lang selbst gepflegt, doch nach diesem Vorfall konnte es so nicht mehr weitergehen. Verständlicherweise wollte sie ihren Mann gerne an ihrer Seite wissen, und so zog auch Herr Kleiser im September 2020 ein. Das Pro Seniore Schloss Friedenweiler haben ihre sechs Kinder für die beiden ausgesucht. „Meiner Frau war es wichtig, dass um das Haus herum nicht so viel Krach durch Autos ist. Und hier ist es so schön ruhig und angenehm!”, erzählt Herr Kleiser. Auch für ihn war die Nähe zur Natur wichtig, schließlich ist der frühere Landwirt mit seinen zwölf Geschwistern auf einem Hof in der Gemeinde Breitnau aufgewachsen. „Der Schlossgarten mit dem Fischweiher ist einfach traumhaft – man kann hier so schön draußen sitzen“, schwärmt er.
Die beiden teilten sich das Doppelzimmer, bis Frau Kleiser leider im Februar 2022 an einer schlimmen Lungenentzündung im Krankenhaus verstarb. Herr Kleiser betrachtet andächtig ein Foto von seiner Frau. “Wir sind schon zusammen zur Schule gegangen. Es war immer sehr schön mit ihr. Ich hätte mich gefreut, wenn wir im August noch unseren 60. Hochzeitstag hätten feiern können.”
Hier kommt keine Langeweile auf
Seit ihrem Tod lebt der 1939 in Neustadt geborene Senior alleine im Doppelzimmer, doch er ist zuversichtlich, dass er bald wieder einen freundlichen Mitbewohner bekommen wird. Einsam fühlt er sich auch jetzt nicht: „Ich habe mich hier schnell eingelebt, wurde gut aufgenommen.” Abgesehen davon, dass seine Kinder, Enkel- und Urenkelkinder ihn regelmäßig besuchen kommen, versteht er sich auch mit den anderen Bewohnern im Haus sehr gut.
„Wir kochen gerne mal zusammen, zum Beispiel leckeren Kartoffelsalat.” Aber auch die anderen Freizeit- und Beschäftigungsangebote der Residenz nutzt er gerne. Besonders gefällt ihm die Bewegungstherapie, in der die Senioren gemeinsam spielerisch Sport machen. Herr Kleiser ist sogar Vorsitzender des Heimbeirats, der die Interessen der Bewohner vertritt. Mit den Pflege- und Betreuungskräften ist er ebenfalls mehr als zufrieden. „Die Mitarbeiter waren von Anfang an sehr hilfsbereit! Darüber hinaus ist auch das Essen lecker. Was will ich mehr?“, lacht Herr Kleiser.
Die gebürtige Nürnbergerin Marianne Sapper erzählt uns in einem fröhlichen Interview von ihrem Leben. Sie wirft nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern schildert auch, wie es zu ihrem Einzug in die Pro Seniore Residenz Noris in Nürnberg kam und wie es ihr in ihrem jetzigen Zuhause gefällt.
Wir sehen es auf den ersten Blick: Marianne Sapper hat sich ihre Lebensfreude bewahrt. Zum Interview-Termin in ihrem Zuhause begrüßt sie uns mit charmantem Bayerischen Akzent: „Sehen Sie, es ist hier doch so schön!“ Ein Schlaganfall war der Auslöser für ihren Einzug in der Residenz. Marianne Sapper erklärt: „Ich habe gemerkt, dass etwas mit mir nicht stimmt. Sofort habe ich ein Taxi gerufen und bin zum Hausarzt gefahren. Dieser hat mich in die Klinik eingewiesen. Es war ein Schlaganfall. Aber ich habe mich eigentlich sehr gut davon erholt, ich wollte noch nicht so weit sein. Mit aller Willenskraft, die ich hatte, hab ich mich durchgerungen und viel Gymnastik gemacht. Doch ich habe gemerkt, dass ich zuhause nicht mehr gut zurechtkomme.“ Hinzu kam, dass sie ihrer Tochter nicht zur Last fallen wollte. Sie beschloss, in eine Senioreneinrichtung zu ziehen.
Bewegtes Leben
Geboren wurde sie 1940 in Nürnberg. Sie berichtet uns von ihrer Schulzeit in einer Schule ohne Scheiben in den Fenstern. „Meine Mutter ist dann mit uns aus Nürnberg weggegangen, weil sie nicht wollte, dass wir durch Bomben ums Leben kommen.“ Ziel war ein kleines Bauerndorf in der Nähe von Ansbach. Abendessen teilten sie mit den Knechten und Mägden des Bauerhofes, auf dem sie lebten. Es gab Brotsuppe, Milch mit Brot, die aus einem großen Kübel auf dem Tisch gelöffelt wurde. Sie und ihr älterer Bruder haben während dieser Zeit einen kleinen Bruder bekommen. „Den hat Papa im Heimaturlaub dagelassen. Als er aus der Gefangenschaft zurückkam, hat er erst erfahren, dass er jetzt noch ein Kind mehr hat“, lacht sie.
Den Rest ihres Lebens wohnte Marianne Sapper in Nürnberg. „Ich wollte Schneiderin lernen, aber es war so schwer damals eine Stelle zu finden, also arbeitete ich ein Jahr als Dienstmädchen.“ Sie heiratete jung, ihren Mann kannte sie seit Kindertagen, bekam ihre Tochter mit 20 Jahren. Das Ehepaar machte sich als Berufskraftfahrer selbstständig. Sie fuhren für den Umweltschutz. Als ihr Mann schwer erkrankte wurde es schwierig in der Ehe. Sie verkauften ihr Eigenheim mit großem Grundstück sowie LKW- und PKW-Garagen. Ihren Teil aus dem Verkauf vermachte sie ihrer Tochter. Im Umkehrschluss wohnte Marianne Sapper mietfrei in der Einliegerwohnung der Tochter – bis sie sich entschied, in eine Residenz
umzuziehen. Über ihre Tochter, die vor vielen Jahren in der Verwaltung gearbeitet hatte, kannte sie die Pro Seniore Residenz Noris, wo sie innerhalb von nur 14 Tagen einen Platz bekam.
Leben in der Residenz
„Ich hab mich von Anfang an wohl gefühlt“, betont sie. „Ich hab schon Krieg erlebt, also ich weiß, dass die Zeiten auch schlecht sein können. Und uns geht’s doch super hier!“ An den Veranstaltungen nimmt sie regelmäßig teil. „Gymnastik mache ich grundsätzlich mit“, erzählt sie uns. Sie freut sich über den Kontakt, geht aber auch gerne unabhängig für sich einkaufen und spaziert jeden Tag zum nahe gelegenen See. „Da schau ich den Kindern zu, wenn sie im Wasser plantschen und glücklich sind. Ich geh auch zum Kinderspielplatz und der Hundeplatz ist in der Nähe.“ Die tierliebe Seniorin hatte selbst drei Hunde und viele weitere Tiere. Wir fragen sie, wann sie das letzte Mal richtig gelacht hat. Sie strahlt: „Alle Tage mach ich das. Wir
machen viel Spaß hier. Der Werner, Herr Konzog, ist mein Nachbar am Tisch und wir machen immer Spaß miteinander.“ Auch ihn treffen wir noch zum Interview (s. Seite 12) und freuen uns drauf.